Die frische Knoblauchnote verrät ihn, doch Geruch allein reicht nicht. Achte auf einzelne Blätter, parallele Blattnerven, matte Unterseite, und meide Standorte mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen. Sammle nur makellose Blätter, verarbeite sie zügig zu Pesto, Gnocchi, Butter oder saftigem Brot. Blanchieren mildert Schärfe, geröstete Nüsse geben Tiefe, Zitronenabrieb bringt bergklaren Glanz.
Die hellgrünen Spitzen duften nach Zitrus und Wald. Pflücke sparsam, nur wenige pro Ast, damit die Bäume gesund austreiben. Zuhause werden sie zu Sirup für Tee, Limonade oder Marinaden, zu Fichtennadel-Salz oder in Honig eingelegt. Ihre frische Säure weckt einfache Gerichte, passt zu Bergkäse, Kartoffeln, Forelle und gibt süßen Cremes alpine Leichtigkeit.
Mit Handschuhen gepflückt, kurz blanchiert, werden Brennnesseln samtig und nussig. Sauerampfer schenkt lebendige Säure, Gundermann würziges Grün. Gemeinsam verwandeln sie Eiergerichte, Spätzle, Quiches, Aufläufe und klare Brühen in energiegeladene Frühlingskost. Gute Trocknung, saubere Gläser und beschriftete Vorräte helfen, die kurze Sammelzeit in lange kulinarische Freude zu verlängern.